Jakob Lenz

Wolfgang Rihm

»Béatrice Lachaussées Inszenierung von „Jakob Lenz“ in der Trinitatiskirche ist der Höhepunkt der Opernsaison.«

„Was den Raum anbelangt, so stellt er /.../seine gute Eignung als Spielstätte unter Beweis – freilich unter der Maßgabe, dass jemand mit ihm so fantasievoll-erschöpfend umzugehen weiß wie die Regisseurin Béatrice Lachaussée und ihre Bühnenbildnerin Nele Ellegiers.“

„Lachaussée stellt eine völlig unverkrampfte und also plausible Verbindung zwischen beiden [die Kirche als Spiritueller Ort und diesem doch sehr „weltlichen“ Sujet- der Darstellung eines Künstlerschicksals zwischen Genie und Wahnsinn.] her.“

„Wie sich überhaupt die Personenführung stets aufs Neue zu sinnhaft-eindringlichen Tableaus verdichtet.

KÖLNER STADT ANZEIGER, Markus Schwering, 24.03.2014

„Wie man gerade durch Verzicht auf äußerliche Opulenz zum Kern eines Stückes vordringt, zeigte am selben Wochenende die Oper Köln bei einer Neuproduktion von Wolfgang Rihms Kammeroper „Jakob Lenz“ in der Trinitatiskirche. Die junge Regisseurin Béatrice Lachaussée nutzt die ungewöhnliche Ausweichspielstätte vorbildlich, indem sie das gesamte Kirchenschiff zur Bühne macht. Ein schmaler Gang teilt die einander gegenüberliegend aufgestellten Besucherreihen, führt buchstäblich als Schicksals-Grat, vom Schreibtisch zum Altar, vom Bett zur Kanzel und schließlich, am andern Ende der Kirche, hinauf zu jenem Kummerfelsen, von dem sich der irre gewordene Dichter Lenz in den Abgrund stürzen wird.

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, Christian Wildhagen, 01.04.2014